…something real
Was sich wie ein unmoralisches, sexuelles Angebot anhört, war der Werbeslogan des gestrigen Nighshopping Events eines riesen Einkaufscentres hier in Melbourne.
Shopping bis Mitternacht und in allen Shops gab es savouries, sippings, savings und samples. Da schlägt das Herz eines jeden Shopping-Süchtigen schneller, der Atem wird hektischer und die Freude steigt bis ins Unermessliche. *lach*
Die Parklätze (und dort gibt es tausende!!!) waren absolut überfüllt und in den Geschäften war es richtig voll. In die Schuhgeschäfte brauchte man erst gar nicht hinein zu gehen, wollte man nicht niedergetrampelt werden. Aber ist es ein Wunder? In manchen Schuhgeschäften gab es bis zu 50% Rabatt auf den normalen Preis!
Ich fand es einfach nur witzig einmal um diese Zeit shoppen zu gehen. Die Zeit verging wie im Fluge, aber es war lustig und einige Schnäppchen konnte auch ich machen.
Zudem musste ich ja wieder einmal testen was es mit Krispy Kreme Doughnuts auf sich hat. Vor Jahren bemerkte ich schon die glasigen Augen und sabbernden Münder meiner australischen Bekannten, wenn sie davon sprachen, als handele es sich um etwas, das uns Gott persönlich gebracht hätte. Es ist auch zu beobachten, wie hier diese Doughnuts gekauft werden. Ganze Scharen stehen bei Krispy Kreme Schlange und kaufen nicht nur einen der kleinen Ringe, nein riesige Schachteln (und davon viele!!!) . Es ist unglaublich. In London testete ich die Dinger zum ersten Mal und erlitt fast einen Zuckerschock. Ich konnte es nicht essen, so süß war der Doughnut. Und auch vor einigen Wochen hier in Melbourne…viel zu süß.
Doch gestern Abend habe ich folgende getestet… Einen, der aussah wie ein Berliner, mit Apfel/Zimt Füllung, einen normalen mit Zucker und Zimt und einen der innen sogar pink war und außen ein Blueberry Frosting hatte. Und alle drei waren lecker. Doch mein Zuckerbedarf der nächsten Wochen ist damit gedeckt.
Sonst passe ich ja nimmer in die neuen Sachen *lach*
Und weil es heute regnet und ich mich zwischen Bewerbungen schreiben ein bisschen amüsieren wollte, hab ich noch etwas herumgealbert mit der Kamera. Das Ergebnis sieht man hier:
…No one ever said it would be so hard
War ich es nicht immer die jedem erzählte, laufen macht den Kopf frei!? War ich es nicht immer, die so unglaublich begeistert von morgendlichen Läufen durch Wald und Feld berichtete. Von absoluter Stille, innerlicher Zufriedenheit und den Glückshormonen, die durch den Körper schießen?!
Ja, ja ich gesteh ich habe euch etwas nicht verraten…
Laufen kann verdammt anstrengend sein!!!!
Es kann so anstrengend sein, dass ihr das Gefühl habt eure Knie explodieren gleich. Es kann so anstrengend sein, dass ihr euch wärend dessen fragt weshalb ihr euch das antut. Und es gibt solche Trainings, da geht ihr bis an eure “Kotzgrenze”, um ein gewisses Tempo zu erreichen.
Das wird natürlich nie jemand sehen und man wird Freunden gegenüber, wenn man ihnen vom Laufen vorschwärmt auch niemals diese Seite des Laufens gestehen. Man hat es ja selbst fast vergessen, wenn man den nächsten Lauf beginnt.
Und wie selbstverständlich wird man beim Laufen um den See (oder wo auch immer) auch wieder in einen stummen Wettbewerb treten. Gegen jeden der einen überholt ….
Man wird auch nicht die Tage erwähnen, an denen man bei strömendem Regen und viel Wind nach einer Stunde wieder nach hause kommt wie ein geprügelter nasser Hund.
Aber heute, genau heute fühle ich mich wie ein ganz alter gebrechlicher Hund.
Ich war laufen. Ausdauer kombiniert mit Speed Work. Die letzten 5 km spürte ich schon meine Beine nicht mehr und mein Hemd war klitschnass trotz der Kälte und dem starken Wind.
Jetzt sitze ich an meinem Rechner und trage die Daten in mein Lauftagebuch ein und sehe wieviel km ich diesen Monat so gelaufen bin und denke mir schlicht… Ich bin ja verrückt! Warum tue ich mir das an?
Ich müsste dringend noch was arbeiten und die Wäsche machen. Eine Bewerbung muss bis morgen früh dringend fertig sein und aufräumen müsste ich auch mal wieder. Und meine Mails muss ich beantworten und sortieren. (Sorry Leute ich schreibe bald!!!) Doch meine Beine und mein Rücken sagen deutlich: “Och Fudge, bleib sitzen!” Ich bin k.o.
Aber soll ich euch etws verraten. Es ist ein geniales Gefühl zu wissen, dass man solche Distanzen schafft und dabei seine Zeiten ständig verbessert. Und ich weis genau, dass ich spätestens übermorgen wieder hibbelig werde und mich meine Laufschuhe rufen.
Es ist einfach nur geil!!!!
(leicht verwackelt, was auf meinen Zustand nach dem Laufen zurück zu führen ist ![]()
Einfach klicken für größeres Bild)
Kommt herbei, beichtet und ihr werdet euch gleich viel besser fühlen!!!
Heute ist Montag. Nun ja bei mir schon fast vorbei. Bei euch, die ihr noch den Feiertagsrausch ausschlaft, hat er gerade erst begonnen. Mein Montag war heute geprägt von schlechtem Wetter, Wind, Kälte… Winter eben. Was liegt da näher als sich auf dem Sofa mit einer Tasse Tee einzukuscheln und wenigstens das Netz zu surfen, wenn es für die echten Wellen schon zu kalt ist.
Ich ging einem meiner liebsten Hobbies nach - ich habe Fashionrecherche betrieben. Schaut mich nicht so tadelnd an, ich bin nun mal süchtig!!! Immerhin habe ich ja bereits das Rauchen aufgegeben, so bleibt mir wenigstens dieses Laster.
Und während ich noch so über die chicen Winterstiefelchen nachdenke, die ich gestern gefunden habe, und wie ich sie am Besten kombiniere, habe ich plötzlich einen Flashback!
Mir fiel eine meiner schlimmsten Modesünden meines Lebens wieder ein.
Ich war etwa 12-13 Jahre alt. (Ja das war in den 80ern!) Und damals waren Neonfarben unglaublich hipp. Neonfarben und moonwashed Jeans. Erinnert sich noch jemand daran? Fürchterlich sag ich euch!!!
Ich weiß es noch wie heute, dass ich meine Mutter in den Laden schleppte und sie mir tatsächlich eine neongrüne Chewan (das war die Marke) Sweatshirthose kaufte, mit schwarz/neon-gestreiften Umschlägen und das passende Shirt dazu! Dazu trug ich eine moonwashed Jeansjacke mit goldenen Knöpfen (und einem Anker drauf!!!) und natürlich hohe Turnschuhe.
Kombiniert wurde das Outfit mit diesen Armbändern aus Surfschnur. Erinnert sich noch jemand daran? Die Schnur war etwas dicker, bunt und man machte ein Ende der Schnur mit dem Feuerzeug heiß, um die Enden zusammen zu kleben.
Ich schäme mich offen für diese Sünde!!!
Und nun zu euch! Beichtet welche Modesünden ihr bereits begangen habt… Ich bin sicher danach wird euch eine Last von den Schultern fallen und euch wird vergeben werden! ![]()
…ist eine neue Seite auf Steve.
Ich habe begonnen Schilder zu fotografieren und erste Ergebnisse sind nun auf der linken Seite unter dem Link “Augen auf!” zu finden.
Part one: Willst du mit mir gehen?
Es ist unglaublich was ich heute in einem Mädelsgespräch mit einer guten Freundin erfahren musste. Noch immer bin ich ein wenig fassungslos. Doch ich beginne mal von Anfang an.
Mein Freundin kommt aus Neukaledonien, ich habe sie 2004 kennengelernt und seitdem verstehen wir uns recht gut. Selbstverständlich spricht man auch so über das eine oder ander männliche Objekt das den Weg kreuzt. Seit Neuestem ist ihr neuer Freund Marc intensives Thema unserer Gespräche. ![]()
Heute fragt mich also Frau Neukaledonien, ob es in Deutschland auch so sei, wie in ihrem Heimatland. Man ginge aus, lerne jemand kennen, flirte, küsse,… und es sei klar nach einer gewissen Zeit, dass man ein Paar sei. Im Prinzip stimmte ich ihr zu, wobei ich anmerkte, dass es sooooo einfach und klar ja nun auch nicht immer sei.
Sie meinte daraufhin nur: “Hier ist das aber nicht so!!!”
Ich: “Wie meinst du das, hier ist es nicht so? Willst du sagen hier wird nicht geflirtet und geküsst? Das wage ich zu bestreiten.”
Sie: “Nein, nein! Ich meinte hier ist das nicht zwangsläufig so, dass man dann ein Paar ist.”
Ich: “Ach und was ist man dann?”
Sie: “Keine Ahnung, bis man gefragt wird ist es eben Tingeltangel”
Ich: “Bis man WAS gefragt wird? Was meinst du?”
Sie: “Na bis du gefragt wirst, ob du mit jemandem gehen willst.”
Ich: …verblüfftes Gesicht…
Und das ist hier tatsächlich so!!! Frau Neukaledoniens Freund ist Mitte 30 und hat sie tatsächlich berüchtigte Frage gefragt. Selbst ihr Ex-Freund fragte sie die selbe Frage. Auf näheres Nachhaken ihrerseits und Befragung eines gemeinsamen Bekannten wurde es uns bestätigt… Man macht das hier so!!!
Anders als im guten alten Deutschland, wo nur picklige Teenies bunte Zettelcen beschriften mit “Ja, Nein, Vielleicht”, nimmt man hier die Frage aus unseren Jugendtagen noch sehr ernst.
Sollte also mal jemand nach Down Under kommen und sich hier verlieben, bitte nicht lachen wenn euch eben jene Frage gestellt wird (also nicht reagieren wie meine Freundin!!!
) !!! Bleibt ganz locker, unterdrückt das Grinsen und denkt euch ganz einfach “Hier ist das so!”.