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Let’s call it Steve

…something real

Das junge wilde Fudge

September29

Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass ich neulich einen Bericht über die Rückkehr der 90er Jahre Mode schrieb (Teil 1 & Teil 2 sogar mit entsprechender Musik), oder weil ich mir zur Zeit alte Folgen von Beverly Hills 90210 ansehe… Tatsache ist jedoch, ich schwimme ein wenig auf der Nostalgie-Welle.

Ich denke an die Zeit zurück als ich so etwa 20/21 Jahre alt war. Und ja, wir sprechen damit von dem Jahr 1994/95.

Mein damaliger Freund hatte gerade mit mir Schluss gemacht (und die kleine Fudge litt schrecklich!), ich war in meinem Anerkennungsjahr als Erzieherin und genoss mein Singleleben. Ständig war irgendwo eine Party, ein Konzert oder ich war in irgendwelchen Clubs unterwegs… und es war Sommer!

Meine Kluft bestand damals aus Miniröcken, Overknee-Strümpfen, Wildleder-Springertstiefel mit Stahlkappen (lacht nicht!), Latexhosen, bauchfreien Oberteilen, Lederjacke …nun ja ihr seht schon… Ich war keine typische Erzieherin. *g*

Damals bloggte ich auch schon. Nur etwas anders als heute, nämlich auf Papier. Und eben über diese Art bloggen lernte ich IHN kennen. Ein Treffen genügte und ich war hin und weg von ihm. Ich war unsterblich verliebt. Einziges Problem: Er hatte eine Freundin. Sie wohnten sogar zusammen. (Das war für mich mit meinen 20 Jahren, so gut wie verheiratet mit 5 Kindern ;-))

Und dennoch: er traf sich mit mir, schrieb mir glühende Liebesbriefe, aber versicherte mir seine Freundin nie verlassen zu können. *an dieser Stelle, stelle man sich ein lautes Seufzen vor*

In dieser Zeit ging ich auch Donnerstags immer in einen Club, der sich Hertz nannte. Trance, House und Breakbeat lief dort. In der Mitte der Tanzfläche war eine Tanzstange mit Handschellen angebracht und 70% der Männer im Club waren schwul (leider! *g*). Doch der Eintritt kostete nur 3DM (ja DM!!) und im Preis enthalten war 1 Bier und 1Orgasmus (ein Schnaps).

Mein Lieblingssong zu dieser Zeit war:

Bis in die frühen Morgenstunden tanzte ich dort und freute mich immer wenn ER auch dort war. Und er war IMMER dort. Ohne zu schlafen, aber in einem absoluten Hochgefühl, ging es für mich vom Club nach hause unter die Dusche und dann zur Arbeit, denn Freitags begann mein Arbeitstag stehts um 7:00 Uhr! (noch ein weiterer Grund nicht mehr als Erzieherin zu arbeiten!) Doch das alles war mir egal, denn ich hatte mit ihm geredet, Stunde um Stunde gelacht, getanzt und ja auch geküsst! *rotwerd*

Irgendwann wurde mir das alles jedoch zu doof und ich kappte den Kontakt.
Doch einige Jahre später sah ich ihn wieder. Zufällig als ich mit Freunden in einem Restaurant war. Er kam an unseren Tisch und da erkannte ich ihn erst. Er hatte eine Halbglatze!!!! Mit Mitte 20!!! In dem Moment klopfte ich mir innerlich auf die Schulter und dachte nur “wie gut dass dieser Kelch an mir vorüber ging”;-)

Ach das waren lustige Zeiten!

Und damit die Jungs auch etwas von diesem Post haben:
Ich fuhr damals einen weißen 1er Golf mit Schiebedach und beleuchtetem Aschenbecher, hatte Kenwood Boxen in der Ablage und einen schwarzen Phillip Boa Aufkleber sowie einen Project Pitchfork Aufkleber (die Forke) hinten aufgeklebt. Ich liebte dieses Auto abgöttisch!!!

Und so sah ich damals aus:

Leider habe ich nur dieses Foto aus dem Internet hier. Alle anderen sind in Deutschland. Aber wer weiß wofür das gut ist *lach*

So genug erinnert. Und genug aus meinem Leben!!! Was habt ihr 1994 getan? Und in wen wart ihr verliebt?
Berichtet, ich bin neugierig!

Fudge auf Entdeckungstour

September19

Ich bin ein sogenannter Phasenesser und ernähre mich Tage und Wochen von den selben Gerichten. Bis vor kurzem aß ich Abends nichts anderes als Rucola mit Tomate und Bocconchini (Mozzarella), dann war es Peanutbutterbrot mit Marmelade drauf. Eine Zeit lang ernährte ich mich ausschließlich von Porridge mit Bananen drin und Honig und nun esse ich bereits seit einer Woche fast täglich einen Salat mit Thunfisch, Mais, Tomaten, Zwiebeln und Oliven.

Neben diesen “festen” Nahrungsmitteln, die über längeren Zeitraum meinen Speißeplan bestimmen, gibt es aber auch konstante Lebensmittel und Gerichte, die ich immer essen kann. Und damit meine ich auch immer. Egal ob morgends oder spät in der Nacht, oder gerne auch dreimal am Tag, sieben Tage die Woche… kein Problem.
Zu diesen Gerichten gehören Laksa, Pizza, Käsekuchen und Kuchen im Allgemeinen, Sushi, Chilli Beef with Lemongras, Graupensuppe mit Markklößchen (leider gibts die nur bei Mama). Und das war es auch schon.

Und es gibt auch Lebensmittel, auf die ich locker und leicht verzichten kann. Und merkwürdigerweise scheinen diese doch sehr Deutsch zu sein. Denn ich bin wohl die einzige Deutsche in Melbourne, die nicht nach einem guten deutschen Brot lechzt. Nicht den Brezelständen in der Innenstadt nachtrauert und auch keine Sturzbäche sabbert, wenn ich nur schon an die Frühstückswurst denke muss.

Momentan bin ich neben meiner Thunfischsalat-Phase zusätzlich in einer “mir ist so nach frischem Obst”-Phase, in der ich mein Bäuchlein permanent mit selbstgemachten Smoothies fülle. Und aus diesem Grund erzählich ich euch eigentlich diesen ganzen Müll all diese Fudge-Enthüllungen.
Ich habe nämlich beschlossen auf fruchtige Entdeckungsreise zu gehen.

Es gibt so viel Obst hier in den Supermärkten, dessen Name ich nicht einmal kenne, geschweige denn aussprechen kann. Manches Obst sieht aus wie ein Alien und manches flößt mir auch Angst ein. Es gibt Obst das so groß ist wie mein Kopf und Obstsorten, die ganz sicher nicht von dieser Welt sein können.
Und genau dieses unbekannte Obst, werde ich von nun an erkunden und erforschen!

Natürlich mache ich euch Bilder davon und berichte wie es schmeckt!!! Morgen fange ich damit an! Muss sowieso noch ein bissl was einkaufen gehen.

A knock on the door

September17

“When I think of the human mind, I always imagine a house. On the ground floor, we eat, and watch TV; on the second floor, there is the bedroom; then there is the basement. That is a special place. Usually, it’s dark. There is a door. It’s a secret door. You don’t open it in usual situations. but at a certain point, you find how to open the door, and you can enter the darkness. But it’s dangerous. As a writer, I can open that secret door, and I can introduce you to this darkness. I think that’s the power of the story, the power of the narrative. If I am a good author, it’s safe if you come in with me. What I write is the introduction to that darkness, to that secret place.”
Haruki Murakami

!!!

September16

Nur noch 10 Tage!!! *Eeeeek*

Der Death-Burger

September7

Seit einigen Tagen gibt es einen riesigen Medienhype um einen neuen Burger bei Hungry Jacks (Australischer Brand-Name für Burger King). Der Burger heißt Quad Stack und besteht aus 4 Lagen Fleisch, 4 Lagen Käse, Bacon und BBQ Sauce. Ganz nach dem Motto “Gemüse was ist das? “hat man auf Schnick Schnack wie Salat, Gürkchen oder gar Zwiebeln erst ganz verzichtet.

Der Medienhype um diesen Burger ist wie gesagt enorm. Nicht ein Tag vergeht, an dem ich nicht entweder in der Zeitung oder den Nachrichten davon höre, wie ungesund dieser Burger doch sei und welche Gefahr er für uns und unsere Kinder darstellt. Mit etwa 60 Gramm Fett und ca. 2000 kcal kann ich mir gut vorstellen, dass es weitaus gesündere Alternativen gäbe. Und wären die Medien nicht so versessen darauf uns vor diesem Burger zu warnen, hätte ich wohl

a) nie davon gehört und
b) auch nie den Wunsch verspürt etwas derartig abartiges zu essen.

Die Melbourner Twitterwelt hat den Burger, den Death-Burger genannt und es entstehen Wettkämpfe, wer die meisten davon essen kann. Bei 4 Death Burgern liegt bislang der Rekord!!!

Unter dem Vorwand “kann man ja hinterher drüber bloggen”, gab ich mich heute auch dem Verlangen hin und testete den Death-Burger. *grins*
Damit ihr eine Vorstellung davon habt wovon ich rede… So soll er aussehen! (der mit dem Pfeil)

Und so sah er dann wirklich aus:

Ein kleiner Unterschied nicht wahr?! *grins* Doch die Menge an Fleisch, fett und Käse blieb die gleiche.

Und selbst angegessen wurde die Menge Fleisch nicht weniger.
Er schmeckte soweit ganz gut, ja war sogar richtig lecker! Aber bereits nach 2 Bissen hätte ich eigentlich genug gehabt. Zum Glück waren Pommes dabei, die neutralisierten den Geschmack *lach*.

Doch nun zur alles umfassenden Frage: Wie fühle ich mich?
KRANK! Ja wirklich mir ist schlecht. Hundeelendigschlecht!!!! Allein schon der Blick auf diese Bilder lässt einen gewissen Ekel in mir aufkommen. Und ich frage mich allen Ernstes, wie man 4 Stück davon essen kann?! Brrrrrrr…. So schnell gibt es für mich kein Fast Food mehr!!!!

Sagt mal… gibt es den Burger auch in Deutschland bei Burger King?

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