web analytics

Erlebnis Gastronomie

Posted On September 20, 2006
September 20, 2006

Gestern Abend war ich mit Freundin Schatzi unterwegs. Unser erklärtes Ziel war es, etwas Nahrhaftes vom Italiener in unsere Mägen zu bekommen.
Nachdem ich ja schon bekannt dafür bin immer zu spät zu kommen, schlug mich gestern Freundin Schatzi fast. 35 Minuten zu spät war sie und mein Magen knurrte  :-) .
Schnell ging es in die Stadt H. die, von der Einwohnerzahl einmal abgesehen, nicht wirklich eine Stadt ist. Schnell wurde ein Parkplatz gefunden und der Zielitaliener angesteuert. Von weitem schon erkannten wir, dass kein Licht brannte. Mist, er hatte tatsächlich geschlossen. Was jetzt? Wir hatten uns keinen Plan B überlegt. Gesteuert vom Hunger zogen wir in den nächstgelegenen Gastronomiebetrieb, den H. Hof.
Schnell ein Radler bestellt und die Karte studiert. Doch…mhhh, da war nichts drauf, was wir gestern essen wollten. Das Problem war aber auch, dass wir nicht wussten, WAS wir essen wollten :-) Also gemütlich den Radler getrunken und nach einer halben Stunde tratschen, trinken und lachen stellten wir fest, dass wir eines nicht diskutiert hatten: wo geht es als nächstes hin???
Freundin Schatzi hatte eine Idee und wir machten uns per pedes auf den Weg. In der neuen Lokalität angekommen, wurde erst einmal etwas zu trinken bestellt, um den knurrenden Magen zu beruhigen (es war jetzt schon 22 Uhr). Die Getränke kamen und unser Blick auf die Karte sagte uns, dass es hier bei einem Getränk bleiben würde. Zum Glück erspähten meine Adleraugen direkt nebenan eine Pizzeria. Also nix wie hin.
Kaum saßen wir, stellten wir auch fest dass außer uns beiden und zwei absoluten Nerds niemand im Laden war. Und wie es hier aussah. Die Wand auf die ich direkten Blick hatte, war quietschrot und weckte leichte Aggressionen (oder kam das vom Hunger?). In den Kunstblumen fand Schatzi Lebkuchen von Weihnachten und die Einrichtung war so bunt zusammengewürfelt, dass nun gar nichts zueinander passte. Dennoch, wir hatten Hunger und bestellten.
Wenig förderlich war für uns, dass man den Gästen durch eine Glasscheibe erlaubte in die Küche zu sehen. Denn der Koch machte alles, nur keine Pizza und wir hatten Hunger. Und es sah nicht wirklich einladend in der Küche aus. Auch die Theke wirkte eher wie ein Provisorium mit Laptop und Drucker drauf als … egal. Auf dem Weg zur Toilette, kam dann allerdings der Hammer! Man musste sich einen Weg durch Putzeimer, Leiter und Altglas kämpfen um auf dem stillen Örtchen anzukommen. ;-)
Doch der Kellner machte alles wieder wett. Er unterhielt uns mit der schlechtesten Italomusik, die ich jemals hörte, war aufmerksam und sagte ständig, das Essen käme gleich.
Und dann kam es. Eine RIESEN Pizza. Aber sie sah echt lecker aus. Und wie ausgehungerte Tiger machten wir uns über die Pizzen her.
Die Reste verpackte man uns mit dem Ratschlag: “Aber Vorsicht, nicht in der Mircowelle warm machen!” Fast waren wir versucht zu dem niedlichen Kellner “Ja Mama” zu sagen, brachen aber nur in Gelächter aus. (Der arme Kerl)
Fazit des Abends: Lustig und enorm unterhaltsam. Und sollte ich jemals wieder in diese Pizzeria gehen, nehme ich mein Handy mit und mache Bilder. Diese Hässlichkeit glaubt einem sonst keiner. Aber es war wirklich lecker dort. (erstaunlich)

3 Comments

  1. ela   20. September 2006 10:06

    Solang du heute früh nicht mit Magengrummeln und Darmbeschwerden aufgewacht bist wird es wohl ok gewesen sein :-)
    Es ist doch witzig das Menschen die ein Restaurant führen so geschmacklos in der Einrichtung sind.

  2. IngoS   20. September 2006 21:24

    so sind doch alle pizzerien in der stadt h.
    oder net?

  3. Piggy   21. September 2006 13:53

    …und die Reste von der Pizza hast du verbotenerweise auch noch in der Microwelle warm gemacht. Ich habs gesehen…. tztztz…

Post a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Awesome content goodness by Sandra and WordPress